Ob auf der ATP- und WTA-Tour oder beim Medenspiel im Club: Kinesiologie-Tapes gehören längst zum festen Bild im modernen Tennissport. Dabei fällt sofort auf: Die elastischen Streifen leuchten in den unterschiedlichsten Farben von Blau über Rot bis Schwarz. Doch steckt hinter der Farbwahl reine Optik, oder haben die Farben eine konkrete Funktion?
Gleiches Material, unterschiedliche Wirkung im Kopf
Rein physikalisch betrachtet gibt es Entwarnung für alle, die eine medizinische Differenzierung befürchten: Alle Varianten des OK TAPE Pro Kinesiologie Tapes bestehen aus exakt denselben hochwertigen Komponenten. Das Trägermaterial setzt sich aus 93 % Baumwolle und 7 % Elasthan zusammen und ist mit einem atmungsaktiven, wellenförmigen Acrylkleber beschichtet. Elastizität, Klebkraft und Stützfunktion sind bei jeder Farbe identisch.
In der Sportpraxis und der kinesiologischen Farblehre (K-Taping) wird den Farben dennoch eine gezielte energetische und psychologische Wirkung zugeschrieben. Die Farbtherapie nutzt visuelle Reize, um das Nervensystem und die Muskelspannung positiv zu beeinflussen.
Die 6 Farben und ihre Bedeutung im Tennissport
1. Blau: Beruhigend und kühlend
Blau gilt in der Farbtherapie als beruhigend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Die Farbe signalisiert Kühle und Erholung.
- Typischer Einsatz im Tennis: Akute Reizungen, Schwellungen oder Überlastungserscheinungen (wie ein gereizter Tennisarm oder eine entzündete Patellasehne nach langen Sandplatzmatches).
2. Rot: Aktivierend und wärmend
Rot steht für Wärme, Energie und gesteigerte Durchblutung. Die Signalfarbe regt den Stoffwechsel an und bereitet träge Muskelgruppen auf Aktivität vor.
- Typischer Einsatz im Tennis: Vorbeugend vor intensiven Matches bei chronischen Muskelverspannungen, verhärteter Rückenmuskulatur oder zur Aktivierung der Wadenmuskulatur.
3. Pink: Stark stimulierend
Pink ist eine intensivierte Form von Rot. Die leuchtende Farbe setzt starke visuelle Impulse und wird im Leistungssport genutzt, um die Wahrnehmung des betroffenen Gelenks zu schärfen.
- Typischer Einsatz im Tennis: Schnelle Stabilisierung der Schulter vor Aufschlag- und Überkopftrainings.
4. Schwarz: Kraftvoll und stabilisierend
Schwarz wird in der Kinesiologie mit Kraft, Festigkeit und Dominanz verbunden. Viele Turnierspieler wählen schwarzes Tape aus mentalen Gründen, um sich fokussiert und widerstandsfähig zu fühlen.
- Typischer Einsatz im Tennis: Häufig als Anker-Streifen über bunten Tapes angebracht oder zur Stabilisierung des Sprunggelenks bei schnellen Richtungswechseln.
5. Grün: Ausgleichend und regenerativ
Grün ist die klassische Farbe der Balance und Heilung. Sie wirkt weder stark anregend noch dämpfend, sondern fördert die Regeneration und das innere Gleichgewicht.
- Typischer Einsatz im Tennis: Regenerationsphasen zwischen Turniertagen, Reha-Training oder zur Unterstützung der Muskulatur nach Muskelkater.
6. Beige: Neutral und unauffällig
Beige (Hautfarben) verhält sich farbtherapeutisch völlig neutral. Es sendet keine zusätzlichen Reize an das Nervensystem und ist ideal für Athleten, die rein von der mechanischen Wirkung des Bandes profitieren möchten.
- Typischer Einsatz im Tennis: Wettkämpfe mit strengen Bekleidungsvorschriften, Alltagssituationen im Beruf oder wenn das Tape unter der Sportkleidung unsichtbar bleiben soll.
4 Schritte für den optimalen Halt auf dem Court
Damit das OK TAPE Pro Kinesiologie Tape auch bei schweisstreibenden Ballwechseln zuverlässig sitzt, solltest du folgende Punkte beachten:
- Haut vorbereiten: Die Hautstelle gründlich reinigen, trocknen und von Ölen befreien. Das Anbringen sollte etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Match erfolgen.
- Ecken abrunden: Schneide die Ecken des Tapes mit einer Schere rund ab. Dadurch verhakt sich das Band nicht an Tennissocken oder Kleidung.
- Enden ohne Zug kleben: Die ersten und letzten drei bis fünf Zentimeter immer völlig spannungsfrei auflegen. Nur der Mittelteil wird auf Dehnung gebracht.
- Sanft entfernen: Das Tape am besten unter der Dusche oder mit etwas Babyöl vorsichtig in Haarwuchsrichtung abziehen.
Welche Farbe du am Ende wählst, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab: Wähle kühle Töne zur Schmerzlinderung, kräftige Farben zur Muskelaktivierung oder schlicht die Variante, die dir auf dem Platz das grösste Vertrauen schenkt.



