Artikel: Swiss Indoors 2026: Djokovic jagt Titel 103, Wawrinkas Abschied & die Wildcard-Debatte

Swiss Indoors 2026: Djokovic jagt Titel 103, Wawrinkas Abschied & die Wildcard-Debatte
Novak Djokovic kehrt nach 15 Jahren an die Swiss Indoors zurück. Stan Wawrinka spielt in Basel das letzte Turnier seiner Karriere. Dazu kommen sechs Schweizer und eine Wildcard-Vergabe, die zu reden gibt. Noël und Lukas liefern die grosse Vorschau auf die Swiss Indoors 2026.
Swiss Indoors: Tradition in der St. Jakobshalle
Die Swiss Indoors gehen in ihre 55. Ausgabe. Sie sind das drittgrösste Hallenturnier und der grösste jährliche Sportevent der Schweiz. Noël schwärmt vom Duft der Halle, den abgedunkelten Rängen und dem fachkundigen Publikum. Laute DJ-Beats beim Seitenwechsel gibt es in Basel bis heute nicht.
Djokovic in Basel: Wildcard und Titel 103
Djokovic steht bei 102 Titeln, Roger Federer bei 103. Gewinnt Djokovic in Basel, zieht er gleich. Und das ausgerechnet dort, wo Federer seinen letzten Titel geholt hat.
Nach dem frühen Aus in Shanghai braucht Djokovic Punkte für die ATP Finals. Seit Sinners Saison-Aus reicht Platz 9 für die Finals. Mehrere Spieler im Rennen um die letzten Tickets schlagen in Basel auf. Das bringt zusätzlichen Pfeffer ins Turnier.
Basel gegen Wien: Warum Alcaraz fehlt
Carlos Alcaraz spielt lieber in Wien. Dabei war er in Basel schon einmal als Zugpferd angekündigt und musste verletzt absagen. Danach war von einem Gentleman's Agreement mit Roger Brennwald die Rede: Alcaraz komme zurück nach Basel. Das Agreement bestand aber nur auf dem Papier. Wien soll ein Budget von 750'000 Franken gehabt haben, das nach Sinners Absage frei wurde. Das Fazit im Podcast: Am Ende hat das Geld entschieden.
In der Breite ist das Feld in Basel trotzdem attraktiver als in Wien. Mit dabei sind unter anderem Alejandro Davidovich Fokina und Hubert Hurkacz.
Stan Wawrinkas Abschied
Für Stan Wawrinka ist Basel das letzte Turnier seiner Karriere. Am Super Monday folgt die Hommage an den dreifachen Grand-Slam-Sieger. Am Dienstag steht seine erste Runde an. Der Traum: ein Abschiedsmatch gegen Djokovic.
Basel war nie Stans stärkstes Pflaster, mit vielen Erstrunden-Niederlagen. Und doch gelangen ihm hier grosse Siege, etwa 2022 gegen Casper Ruud. Vielleicht beflügelt ihn das letzte Turnier noch einmal, mit schnelleren Beinen und der Rückhand die Linie entlang. Der Tipp für alle, die Stan sehen wollen: Tickets für Dienstag kaufen.
Die Local Cracks: drei im Hauptfeld, drei in der Quali
Sechs Schweizer stehen in Basel am Start. Stan Wawrinka, Dominic Stricker und Jérôme Kym haben eine Wildcard fürs Hauptfeld erhalten. Mika Brunold, Rémy Bertola und Henry Bernet starten mit einer Quali-Wildcard. Die Qualifikation ist stark besetzt, fast wie ein 250er-Feld.
Brunold kommt in Topform: zwei Challenger-Titel innerhalb eines Monats, in Tulln und zuletzt in Rouen. Dort schlug er unter anderem Jérôme Kym im Halbfinal. Bertola kennt die Quali in Basel: Letztes Jahr schlug er Quentin Halys und spielte danach sein erstes ATP-Match gegen Jaume Munar. Bernet sorgte letztes Jahr bei seinem Hauptfelddebüt gegen Jakub Menšík für eine elektrisierende Stimmung.
Wildcard-Debatte: Form oder Bilanz?
Brunold steht als Nummer 195 im Ranking vor Kym (223) und Stricker (251), muss aber in die Quali. Für Stricker spricht seine starke Bilanz in Basel und sein Level in grossen Matches. Kym stammt aus Möhlin, quasi vor den Toren Basels. Beide brauchen die Punkte und das Preisgeld, um die nächste Saison zu planen. Die Kernfrage: Zählt die aktuelle Form oder das, was ein Spieler schon bewiesen hat?
Auf Instagram wurde die Vergabe intensiv diskutiert. Noël und Lukas stellen klar: Sie sind mit dem Entscheid zufrieden. Sechs Schweizer haben eine Wildcard erhalten, alle sind fit und in guter Form. Für Stricker und Kym ist es eine Comeback-Chance auf dem Weg zurück in die Top 200.
Absagen und Fragezeichen
Titelverteidiger João Fonseca fehlt. Er hat seine Saison beendet, weil er für seine eigenen Ansprüche noch nicht in der Verfassung ist. Auch Félix Auger-Aliassime, Basel-Sieger 2022 und 2023, sagt wegen des Knies ab. Hinter Holger Rune steht ein Fragezeichen: Er würde mit Protected Ranking antreten, hat aber Rückenprobleme. Klar ist: Basel bekommt 2026 einen neuen Sieger.
Die Tipps von Noël und Lukas
Top-Favoriten sind Djokovic und Alejandro Davidovich Fokina, der zuletzt in Shanghai gewann. Als Dark Horse fällt der Name Hubert Hurkacz. Ben Shelton, der Nummer 1 der Setzliste, trauen die beiden mindestens den Viertelfinal zu. Ein Turniersieg von Arthur Fils wäre dagegen eine Überraschung.
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